Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin - oder - Der lange Weg zum Allstar von Susi Stippler Pfingsten! Da war es wieder, das internationale Turnier des DBV Charlottenburg. Samstag Nacht um 03:00 Uhr traf die Fahr- und Spielgemeinschaft im Alter von 19 bis x am Wasserturm ein (mehr oder weniger pünktlich und verschlafen). Die gemieteten VW-Buschen lieferten ausreichend Platz für das mitgeführte Gepäck. Bus 1 fragte beharrlich nach dem Code für das Radio, den wir ihm auch geben wollten, aber keiner wusste wie. Na gut, singen können wir Hochheimer. Nach Ausgabe der Fahrkarten ging's dann endlich los. Bei 100 km/h Höchstgeschwindigkeit wurde die Fahrt gleich gemütlich. Bus 2 wurde souverän an Bus 1 vorbeigequält, um dann 10 Minuten hinter Butzbach einen Rastplatz anzufahren ('Ich weiss, dass ich nerve, aber ich müsste auf die Toilette'). Eine kurze Durchsage an Bus 1 (Handys sind praktisch!) und runter von der A5. Ungläubiges 'Die machen Witze' als Bus 1 zwei Minuten später eine Panne meldet. Leider nicht... Der ADAC (Pannendienst nicht vor 06:30) schickte einen Abschleppwagen. Nach einer halben Stunde trafen Bus 1 samt Besatzung huckepack auf einem LKW auf dem Rastplatz ein. Nach einer weiteren halben Stunde mussten die Männer einräumen, daß der Moter des Busses ganz anders aussah, als die Hunderte, die bereits eigenhändig repariert wurden. Der Typ vom Abschleppdienst führte uns nun auf abenteuerlichen Wegen nach Butzbach. Einen tollen Ausblick hatten wir aus Bus 2 auf den vor uns lustig schwankenden Bus 1 mit Kapitän Alex. Im Hof des Abschleppunternehmens angekommen ('Nicht aussteigen, bis ich den Hund eingesperrt habe') herrschte zunächst Ratlosigkeit. Wo sollten wir jetzt Ersatz bekommen? Der Notdienst einer bekannten Autovermietung erklärte sich bereit ein Auto zu schicken (wie sich nachher herausstellte, hätten wir nach einem Auto mit funktionierendem Radio fragen sollen). Daraufhin wurde der Grossteil des Gepäcks und 2 Leute in Bus 2 umgeladen, der sich sogleich wieder auf dem Weg in die Hauptstadt machte. Der Gedanke, dass unsere ersten Spiele erst sehr spät beginnen sollten, sowie das Brummen des Motors liessen uns bald wieder einschlafen. Bus 2 wurde bereits bei Halle von einem dahinbrausenden, vollbesetzten MB C 180 überholt. Pff, wir hatten wenigstens Radio! Auf Grund der späten Ankunft in Berlin mussten die traditionsreiche Umrundung der Siegessäule und das opulente Frühstück im Café Hardenberg diesmal ausfallen. Das erste Spiel der Herren war dann auch von den Auszehrungen der Anfahrt gekennzeichnet. Die Damen waren etwas robuster und hatten an diesem Tag keine Mühe ihr Spiel zu gewinnen. Der kurze Abend wurde beim Australier (Känguruh zum Springen...) oder bei billigem Kebab verbracht. Endlich Sonntagmorgen: Endlich Frühstück im Café Hardenberg. So gestärkt konnten wir die heutigen Spiele gut angehen. Das Zusammenspiel wurde immer besser, dennoch konnten die Frauen eine knappe Niederlage im Spiel um den Finaleinzug nicht verhindern. Die Herren machten es dem späteren Turniersieger sehr schwer, fanden sich dann im Spiel um Platz 9 wieder. Ausserdem fanden an diesem Tag das Mixed-Turnier (Platz 3 für Anke's Team nach einem Dreier von ihr in letzter Sekunde; Platz 2 für Kathrin's Team) und der Dreier-Wettbewerb statt - die TGH vertreten durch Anke und Andreas. Zudem setzten wir uns für den Kulturaustausch ein und weihten die Westfalen aus Borchen ins Äbbelwoi-Trinken ein. Am Abend war Party angesagt: DER Zeitpunkt um Stimmen für die begehrte Wahl zum Allstar zu sammeln. Durch gelungene Vorträge der Hochheim-Lieder (z.B. das berühmte 'Hand vom Tisch') bekam die Party den richtigen Pep. Übereinstimmend berichteten am nächsten Tag alle Befragten, dass vor allem diese Feier die beschwerliche Reise vergessen liess. Auch unsere Neu-Hochheimer erkannten an diesem Abend, dass man diesen Verein einfach lieben muss. Der Montagmorgen begann mit dem Frühstück und dem Spiel der Herren um Platz 9 gegen DISBU Rüsselsheim. Ein Derby also, von einigen Berlinern liebevoll als 'Dorfduell' bezeichnet. Beide Teams brachten ihr gesamtes Können und viel Erfahrung ein. Zum Ende der regulären Spielzeit stand es unentschieden! Und darauf einigte man sich dann auch... Die Damen lieferten sich im Spiel um Platz 3 eine kampfbetonte Partie mit dem ASV Berlin. Leider hat es am Schluss nicht ganz gereicht :-( Mit Spannung warteten wir auf die Siegerehrung. Dann endlich das Ergebnis der Allstar-Wahl: Mit Kathrin, Anke und Teddy stellten wir 3 von 10 Team-Mitgliedern. Ein hart erkämpfter und wohlverdienter Erfolg! Nach rührenden Abschiedsszenen waren wir fast bereit für die Heimfahrt. Nur eins fehlte noch: Kebab für Alle! Zwei Berliner führten uns zu einem guten Etablissement in der Nähe des Charlottenburger Schlosses, wo wir endlich unseren Kebab (oder 2, oder 3) bekamen. Zudem hatten wir dort Gelegenheit die heimische Szene kennenzulernen. Dann ging's nach Hause! Der PKW war bereits vorgefahren um den bekannten Staus zu entkommen, die es dann überraschenderweise doch nicht gab. So zuckelte der Bus gemütlich vorbei an Leipzig, Halle, Jena und der Wartburg. Ab und an stieg der Geruch eines gehorteten Kebab auf. Dann endlich nach Mitternacht konnten wir die Frankfurter Skyline erkennen. Kurz hinter dem Bad Homburger Kreuz werden wir jedoch von einer Vollsperrung gestoppt. Für gut 2 Stunden verbrachten wir unsere Zeit mit Schlafen, Schwätzen und als Handy-Notdienst. Dann endlich, erste Bewegungen am Horizont, und es ging schliesslich weiter - nach Hause! Gegen 03:00 Ankunft in Hochheim, 72 Stunden nach der Abfahrt... Zusammenfassend: Busfahren macht Spass, 'Das gute A' führte oft zur Erheiterung. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei: Alex Bämmel, Andreas Bommel, Christos Bymmel, Matthias Bemmel, Robin Bammel, Stefan Bümmel, Teddy Bummel, Thorsten Bimmel sowie Andzela, Anke, Astrid, Christine, Heidrun, Helga, Kathrin, Petra, Susi.